Die 6b-Fahrt nach Helogland

Im August 2011 machte die Klasse 6b ihre Klassenfahrt nach Helgoland. Das ist eine kleine Felsinsel mit danebenliegender Sandinsel in der Nordsee und von Düsseldorf aus richtig weit weg.

Das ganze Jahr haben wir uns darauf vorbereitet und sogar Deutsch- und Matheaufgaben zum Thema Helgoland gelöst. Denkt doch auch mal darüber nach, welche geometrische Figur die „lange Anna“ hat und wie viel Volumen in einen Reisebus passt!

Dann ging es los: Wir trafen uns mitten in der Nacht um 3:30 Uhr, packten unsere Koffer, Taschen, Rucksäcke, Isomatten, Zelte und Surfboards in den Bus und fuhren nach Cuxhaven. Von dort aus brachte uns die Fähre Atlantis in etwa 2,5 Stunden über die
stürmische Nordsee bis nach Helgoland.

Ein paar Leuten wurde schlecht, aber insgesamt haben wir es dann doch ganz gut überstanden. Vor Helgoland angekommen wechselten wir auf ein kleines Börteboot, das uns sofort zur Düne brachte, auf der wir unsere Zelte aufbauten. Schnell war klar, wer
gerne Camping macht und wer nicht, aber den Zeltaufbau haben trotzdem alle geschafft. Schließlich wollte jeder ein Dach über dem Kopf – bzw. sollte eins haben, denn Vorschläge zum Übernachten unter freiem Himmel kamen bei den Lehrern gar nicht gut an.

Wir hatten drei Schülerzelte, ein Lehrerzelt, ein Küchenzelt und ein Gästezelt, in dem unsere Schulleiterin Frau Planken mit ihren beiden kleinen Kindern untergebracht war.

Morgens und abends haben wir uns selber versorgt und wir hatten einen guten Küchendienst, der uns soviel Brötchen und Brote im Küchenzelt schmierte, wie wir wollten und darauf achtete, dass sich in die Schlage vor dem Zelt nicht auch noch Möwen einreihten.

Mittags gingen wir ins Flughafenrestaurant, wo wir entweder drinnen ganz entspannt essen konnten oder unsere Mahlzeit auf der Terrasse vor Möwenübergriffen verteidigen mussten.

Während dessen konnten wir dann kleine Flugzeuge beobachten, die auf Deutschlands kürzester Landebahn starteten oder landeten.

Wir haben einen Sandburgenbauwettbewerb gemacht, Fische im Aquarium bestaunt, Vögel am Vogelfelsen angesehen, die lange Anna fotografiert, Seehunde näher kennen gelernt, eine Geo-Cashing-Tour gemacht und das Felswatt erkundet, wobei das Felswatt leider gar
nicht zu sehen war, da gerade Flut war und das Felswatt unter Wasser lag. Also haben wir am Strand Algen, Muscheln, Steine und Sand gesammelt. Das war auch schön.

Am Strand haben wir uns (fast) alle ins Wasser getraut und hatten eine Menge Spaß mit den Wellen und den neugierigen Seehunden, die ganz nahe zu uns schwammen und uns zusahen. Dabei entdeckten wir auch das Talent eines Mitschülers, sich genau wie eine Robbe fortbewegen zu können.

Auch der Bunker unter oder in der Hauptinsel war interessant, wenn auch kalt und die Infos der Tourführerin … äh … oft unverständlich. Ihre Freizeit verbrachten viele gerne auf dem Spielplatz, der direkt beim Campingplatz war und abends  gingen wir noch mal an den Strand und liefen durchs Wasser.

Shoppen kam ebenfalls nicht zu kurz, auch wenn die wenigen Geschäfte fast das Gleichehatten. So war schnell klar, was wir wollten: Mentos in Riesenrollen und Parfümproben. Und damit waren wir seid langem bestimmt die am besten duftende Schulgruppe. Einige kauften auch echtes Lakritz und behalfen sich fragwürdiger Methoden, den Geschmack wieder los zu werden.

Am letzten Abend erlebten wir nach 4 langen hellen Abenden einen wunderschönen Sonnenuntergang und waren traurig, als wir am Freitagmorgen das letzte mal mit der Dünenfähre zur Hauptinsel gebracht wurden, von der unser Schiff nachmittags in Richtung
Heimat startete.

Die Rückfahrt war ruhig, da weniger Wellen das Schiff schaukelten und wir müde und zufrieden waren. Aber als wir endlich unser schweres Gepäck vom Schiff in den Bus geschleppt hatten, waren wir froh über die letzten fünf Tage und freuten uns auf zu Hause.

Wir haben in diesen fünf gemeinsamen Tagen viel erlebt, neue Freunde gewonnen, die alten besser kennen gelernt und auch uns selber von ganz anderen Seiten gesehen.

 


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